Tongasoa - Willkommen

MADAGASKAR
Das
Projekt in Madagaskar hat die Ökumenische Umweltgruppe
der Thomas- und St. Franziskuskirche
in Düsseldorf-Mörsenbroich
2003 begonnen und bisher sind
wir von InWent NRW unterstützt worden. Seit
2009 ist die Thomaskirchengemeinde Mitglied
von L-H-L und damit wird auch
unser Projekt in Madagaskar als L-HL-Projekt
geführt. Unter dem offizielle Titel "Ländliches
Entwicklungsprogramm Andalamengoke“ wurden
eine Vielzahl
kleinerer Projekte realisiert,
nicht alle im ersten Anlauf,
aber in vielen kleinen Schritten
wurde eine Schule gebaut
(die jetzt schon 8 Klassenräume umfasst),
die Renovierung
des Schulgebäudes bzw.
Reparatur von Schulmöbeln durchgeführt,
ein Brunnen
einschl. der Errichtung eines
Trinkwasserbehälters und Verlegung
einer Wasserleitung mit Einsatz einer
Solar-Wasserpumpe gebaut, das Waschhaus
errichtet und mit einem Innenausbau versehen, auf dem
Schulhof wurde eine Toilette gebaut sowie
mit Schulhofbegrünung und Jatropha-Anbau
begonnen.
In unserer letzten Projektaktivität haben wir den beiden Dörfern Andalamengoke und Andranomaintsu je ein Ochsengespann finanzieren können. Dies war möglich, da uns hierbei die Niedersächsische Umweltstiftung BINGO wesentlich unterstützt hat.

Bild: Schulgelände mit Schulgebäuden
In
Andalamengoke hat sich unser Schulprojekt – für unsere Partner sehr
überraschend – durch Initiative der lokalen Schulbehörde
inzwischen zu einem ausgewachsenem Schulzentrum entwickelt, bestehend aus
Da
Andalamengoke sehr günstig
an der Nationalstraße liegt
werden nun auch schon die
Schulkinder der Klasse 6 + 7
aus dem Nachbardorf in unsere
Schule geschickt, man erspart
sich damit dort einen Schulausbau.
Nach der 7. Klasse
endete bisher die Grundschule und
wird mit dem Besuch des College
fortgeführt. Lange Zeit schien es so, dass dazu unsere Schulkinder
in die 12 km entfernte Kreisstadt Sakaraha
fahren müssen. Aber durch eine kurzfristige Schulreform wurde die Grundschulzeit auf 5 Jahre verkürzt und als Folge daraus ist die Schule in Andalamengoke mit den Klassen ab 6. Klasse kurzerhand zu einer Filialschule der
College-Schule in Sakaraha befördert worden.
Über das Schulprojekt können Sie hier mehr erfahren.
Geplant ist auch weiterhin der Bau einer Schulküche, doch konnte dieses Teilprojekt aus zwei Gründen leider (noch) nicht realisiert werden: In den letzten drei Regenzeiten fiel im Norden reichlich Regen, im Süden unterdurchschnittlich wenig mit der Folge, das der Brunnen kaum Wasser besitzt. Zudem hat die Schulverwaltung uns noch keine Zusage geben wollen, dass die Kosten für die tägl. Schulspeisung von ihr übernommen wird. Im Gegenzug sollten die infrastrukturellen Kosten aus eigenen Mitteln aufgebracht werden. Wir werden auch im nächsten Folgeprojekt dieses wichtige Thema auf unsere Agenda setzen.
Der Brunnenbau wurde nach der Durchführung eines zweiten Gutachtens begonnen, welches notwendig wurde um festzustellen zu lassen, ob unterhalb des vorhandenen Brunnens Grundwasser gefunden werden kann. Dieses wurde durch Messungen bestätigt und zusätzlich wurde festgestellt, dass ein erhebliches Wasservorkommen sich außerhalb des Dorfes in zwei Kilometer Entfernung befindet. mehr

Bild: Wasserbehälter für den neuen Brunnen

Bild: Der Zahnarzt und Helfer vor dem Waschhaus
In 2008 wurde dieses einfache Waschhaus errichtet und in 2009 zwei Waschräume (Jungen und Mädchen) mit je drei Handwaschbecken und je drei Duschen installiert, jeweils eine in einer Kabine. Es fehlt jetzt noch der Wasseranschluss.

Bild: Schultoilette, Vorderansicht
Auf
Grund der stark zunehmenden Schülerzahl – zeitweise
sind bis zu 200 Schüler auf dem
Schulgelände – und der Tatsache, dass die
Schülerzahlen noch steigen werden, war es
dringend geboten, zwei Toilettenhäuser zu
errichten und eine Toilettengrube zu bauen. mehr

Bild: Solarlampe im Kulturhaus
Das kleine Schulhaus, welches als erstes Schulgebäude 2004 errichtet und 2007 mit Hilfe von InWent-Geldern modernisiert werden konnte, wird zweifach genutzt: tagsüber als Klassenraum für die Erstklässler, am Abend für die Erwachsenenbildung. Zu unserer Überraschung hat sich unter Führung des ehemaligen Bürgermeisters eine Gruppe Erwachsener für einen Alphabetisierungskurs bei der Schuldirektorin gemeldet. Dieser hat eine Lehrerin begeistern können und seitdem wird an zwei Abenden den Erwachsenen Lese- und Schreibunterricht erteilt. Anfangs mussten die Teilnehmer noch Kerzen und Öllampen mitbringen.

Bild: Schulhaus und Kulturhaus
Um
die Beleuchtung zu optimieren und auch Strom
für den Anschluss eines Beamers oder eines
Notebooks verfügbar zu haben wollen wir
die Beleuchtung mit einer Solaranlage ausstatten.
Unter dem Dach des kleinen Schulhauses
wurden zwei Energiesparlampen montiert,
an der Außenwand über der Tür
eine sehr effiziente und sehr helle LEDAußenlampe. Beide
werden von einer Batterie versorgt,
welche tagsüber von einem Solarmodul
gespeist wird. Zusätzlich steht ein
Wechselrichter zur Verfügung, um den 12V-Solarstrom
in 230V Wechselstrom zu transformieren
und damit einen Laptop und einen
Beamer betreiben zu können.

Bild: 10 Schüler und drei Computer
Für diese Vorhaben erwartet InWent einen Eigenbeitrag von 10% und ich bitte Sie herzlich um Ihre Unterstützung.
Spenden-Vermerk: „Madagaskar“
Bernd Blaschke
Dorfentwicklung in Andalamengoke auf Madagaskar
Madagaskar
Die seit gut zehn Jahren in Düsseldorf bestehende Madagaskargruppe war mit einigen Mitgliedern vertreten, vor allem mit Romain Rabearisoa. dem Madegassen, der als Ansprechpartner vor Ort die verschiedenen Projekte betreut. Er stellte die für dieses Jahr geplanten Aktivitäten vor: die von einer Firma mit schwerem Gerät geplante Brunnenvertiefung und den Plan, vier Ochsen für das Dorf zu kaufen, um so die Feldbestellung zu erleichtern. P. Krämer wies darauf hin, daß eine schollenwendende Bearbeitung der Felder aus ökologischen Gründen fragwürdig sei. Bei dem vorgesehenen Einsatz dürfte es aber im wesentlichen um eine Auflockerung und Belüftung der oberen Bodenschichten gehen, so wie es bisher mit der manuellen Hacke erreicht wird. Die Frage, in welcher genossenschaftlichen Weise die Ochsen eingesetzt und genutzt werden, ist noch nicht beantwortet. Zu dieser Frage nahm auch I. Freimark-Zeuch Stellung, da im Projekt Kilueka ebenfalls der Kauf von zwei Ochsen für eine genossenschaftliche Nutzung bevorsteht. Dort sind solche Zugtiere bisher völlig unbekannt, was darauf hinweisen könnte, daß die Haltung von Großvieh durch spezielle Erkrankungen in den inneren Tropen sehr erschwert wird.
(Bernd Blaschke im Rundbrief von LHL, August 2010)




Und
irgendwie war da auch Unterricht möglich. Das Bild ist etwa um 2003 aufgenommen worden.


Eröffnung der Schule mit Fahnenhissen und Solarkocher (das neue Madagaskar)

Und
hier war schon der Unterricht im wetterfesten
Schulhaus möglich. Noch müssen alle Schüler auf dem Boden
sitzen...

Doch eines Tages hatten die Sponsoren in Deutschland mit Unterstützung von InWent NRW soviel Geld gesammelt, daß Schulbänke angeschafft werden konnten....

Später
wurde unser Schulhaus (links) auch noch mit Wellblech eingedeckt und
dann wurden (in der Mitte) ein weiteres Schulhaus vom Staat gebaut -
aber nie fertiggestellt. Bis heute nicht. Deshalb wollen wir von LHL da
nachhelfen. Einen detaillierteren Bericht über die Schule können Sie hier nachlesen (mehr)

Meditation? Weit gefehlt, denn diese Menschen warten seit Stunden auf Wasser. Schon immer lieferte in der
Trockenzeit der Dorfbrunnen weniger Wasser. Seit drei Jahren hat sich die Situation dramatisch verschärft, denn die Regenzeiten sind kurz und spärlich, auch schon mal ganz ausgeblieben, so dass der Dorfbrunnen nicht mehr ausreichend gefüllt wird. Jetzt müssen die Dorfbewohner stundenlang auf Wasser im Brunnen warten und jede Familie darf max. zwei Eimer pro Tag entnehmen. Im Hintergrund ist der neu errichtete Wasserbehälter zu erkennen und sogar eine Solarpumpe
wurde installiert.
Wir wollen mit dem Projekt helfen und u.a. einen tieferen Brunnen bohren lassen. Wir müssen demnächst den Brunnen bis auf 30 m vertiefen, dort kann man das Grundwasser anzapfen.
Doch was haben jetzt die Schüler des Gymnasiums in Frechen bei Köln damit zu tun? Die dortige Schülerfirma "Sunworkers" kümmert sich um Solarprojekte, hat ganz viel getüfftelt und schließlich bei Schülerwettbewerben sogar Preise gewonnen. Die Geschichte kann auf der Webseite der Sunworker nachgelesen werden. Jetzt haben wir eine Dreieck-Partnerschaft: Thomaskirchengemeinde, Sunworker und LHL
Übrigens wurde bei den Sunworker das Geld u.a. in eine Solarpumpe für Andalamengoke
investiert - und jetzt das: Die Solarpumpe ist installiert, aber der
Brunnen fast ausgetrocknet. Die Schüler in Deutschland erfahren
sozusagen hautnah, was Klimawandel tatsächlich bedeuten kann.
Im Kölner Botanischen Garten hatten die Schüler ihre Anlage öffentlich vorgestellt, bevor sie nach Madagaskar ging:

Wir bieten auch einen Ländervortrag über Madagaskar an. Hier geht's weiter.