Aktuell



Aktuell: Unser erster Praktikant startet nach Madagaskar

September 2012: Am Montag Abend hat Olaf Scholtyssek in seiner ehemaligen Schule in Remscheid seinen Abschiedsvortrag gehalten und sich für 6 Monate nach Madagaskar verabschiedet. Dort wird er in zwei Organisationen ein Praktikum absolvieren. Die erste - und für uns interessantere - ist sein Aufenthalt in Andalamengoke, das kleine Dorf im Süden Madagaskars. Dort lebt und arbeitet Romain, unser madagassische Partner, mit dem wir seit 8 Jahren ein Dorfentwicklungsprojekt betreiben. Das zweite Praktikum wird Olaf in einem Straßenkinderprojekt verbringen, ein Projekt der Berliner Organisation Zaza Faly.




Unsere Fangruppe aus Remscheid


Auf der Madagaskar - Website befindet sich ein aktueller Infobrief hier ....



Unser Ochsenprojekt hat begonnen

Im April 2011 hatten wir den Antrag für ein neues Projekt für Andalamengoke, unserem Dorf im Süden Madagaskars, gestellt. Die Besonderheit daran war, dass wir erstmalig auch das Nachbardorf Andranomaintsu einbezogen hatten, denn zwischen den beiden Dörfern, die etwa 7 km voneinander entfernt liegen, gibt es vielfältige Beziehungen, z.B. ein gemeinsamer Pfarrer (in Andranomaintsu) und eine gemeinsame Schule (College in Andalamengoke) und da lag es nahe etwas gemeinsames auf die Beine zu stellen.

Und noch eine Besonderheit zeichnet das Projekt aus: Unterstützt wird es von zwei Organisationen: Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) und die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung  haben eine Unterstützung zugesagt. Im Juli haben wir die erste Zusage erhalten, im Oktober die zweite und die ersten Raten konnten wir auch schon abrufen und nach Madagaskar überweisen.


Bild: am "Verhandlungstisch" wird hart verhandelt

Beide Dorfgemeinschaften hatten ein gleiches Anliegen: die wirtschaftliche Situation der Dorfbevölkerung sollte verbessert werden. Und es wurden auch gleich konkrete Vorschläge geäußert: ein Ochsengespann mit Pflug, um die Arbeit auf dem Feld zu erleichtern, dazu einen Wagen für den Transport der Feldfrüchte. Die Ochsen benötigen einen Stall und zur Lagerung der Feldfrüchte wird ein Lagerhaus gewünscht. Über diese Wünsche haben wir mit Romains Hilfe längere Zeit diskutiert, angefangen mit technischen Fragen bis hin zur Frage der Nutzungsentgelte für Ochsen und Wagen.  

 

Bild: Die Ochsen brauchen auch einen Pflug

Jetzt ist erst einmal alles geregelt, die Zeit drängte schließlich, denn gesät werden kann nur vor und zu Beginn der Regenzeit und die beginnt zum Jahresende, in den letzten Jahren mit starken Schwankungen. Wir haben es gerade so geschafft und auf den Bildern können sie die stolzen Besitzer der Ochsengespanne bewundern und die Ochsen bei ihrem ersten Einsatz auf dem Feld (es sind erfahrene Bauern und erfahrene Ochsen, die nicht erst angelernt werden mußten).

 

Bild: Das Ochsengespann beim ersten Einsatz

In seiner letzten eMail zum Jahreswechsel hat Romain uns den Dank der beiden Kooperativen übermittelt und nun hoffen alle Beteiligten, dass es ein erfolgreiches Jahr mit einer ertragreichen Ernte werden wird.


Bild: ein Wagen ist ganz wichtig


 

Hier finden Sie auf zwei Seiten = ein Flyerblatt eine kompakte Übersicht über unseren bisherigen Aktivitäten in Madagaskar (Stand: Mai 2011).


 
 


Bericht der Ökumenischen Umweltgruppe    

(angemeldeter Artikel für den Gemeindebrief der Thomaskirchengemeinde
Febr. 2010)
 


In 2009 sind die ersten Fahrräder, die wir in Düsseldorf im Laufe eines halben Jahres gesammelt haben, in Andalamengoke eingetroffen. Auf dem Bild sind Schulkinder zu sehen, die unsere Fahrräder nutzen, um damit zum ersten Mal in den nahe gelegenen Nationalpark zu fahren und sich dort anzuschauen, wie die Umgebung noch vor einigen Jahren ausgesehen hat.

Radiohören ist die einzige Verbindung zur Außenwelt und über das Radio werden große und kleine Nachrichten verbreitet. Um die Dorfbevölkerung und die Menschen der näheren Umgebung auch über die Aus-wirkungen eines umweltschädlichen Ver-haltens aufzuklären, warum also das Baum-fällen schlecht ist wenn man dafür keinen neuen pflanzt. Die Kinder lernen das in der Schule und sind die besten Reporter, wenn sie in unserem Dorfsender darüber berichten.


Zeitung, Telefon, Fernsehen und Internet gibt es in Andalamengoke noch nicht, aber seit kurzem ein Computerkurs. Mit zwei Laptops üben die 20 Kinder ihre kleinen Briefe in den PC zu tippen. Anschließend muss Romain mit dem USB-Speicher viele km ins nächste Internetcafe fahren, damit er die eMail nach Frechen übersenden kann. Dort warten die Schüler des Gymnasiums auf Post aus Madagaskar und so entsteht langsam eine Partnerschaft zwischen den Schülern aus Madagaskar und Deutschland.

Hier möchte ich Sie schon auf unseren Lichtbildervortrag hinweisen, der am Fr. den 19. Februar 2010 um 19.30 (Einlass 18.30) im Treff am Turm stattfindet.

Für Ihre bisherige Unterstützung möchte ich mich im Namen der Umweltgruppe und der madagassischen Freunde bedanken und um Ihre Förderung unserer weiteren Vorhaben bitten.

Bernd Blaschke
(Sprecher der Umweltgruppe)